Wann und wie die Hunde genau in die Gemeinschaft der Menschen kamen, darüber gibt es viele Spekulationen. Vielleicht hat ein hungriger Wolf irgendwann bei den Steinzeitmenschen Futter erbettelt, vielleicht hat einer unserer Vorfahren ein verletztes Tier gepflegt, vielleicht ergaben sich immer wieder gemeinsame Erfolge, wenn die Wölfe und die Menschen zusammen jagten. Fest steht, dass Hunde seit vielen tausend Jahren die Menschen begleiten. Alle Rassen entwickelten sich nach und nach aus dem Wolf. Hierbei muss man auch dem Umstand Rechnung tragen, dass je nach Gebiet die Wölfe unterschiedlich groß waren und das Fell dem Klima angepasst war.

Beginn der Hundezucht

Da die Menschen schon damals herumzogen und sich austauschten, werden auch die domestizierten Wölfe ausgetauscht worden sein oder sich mit den Tieren einer anderen Gruppe vermischt haben. Mit der Zeit wurden bestimmte Größen, Felltypen und vor allem Charaktereigenschaften herausgezüchtet, so dass wir heute von reinen Gesellschaftshunden über Hüte- und Jagdhunde bis zu spezialisierten Hunden wie Bluthunden viele verschiedene Rassen kennen. Diese ermöglichen fast jedem, den für ihn passenden Hund zu finden. Sogar Menschen, die an Tierhaarallergien leiden, können mit einem Pudel einen Hund haben, der kaum bis gar keine Haare verliert. Durch den rassespezifischen Charakter können beispielsweise Rassen, die früher als Hütehunde gezüchtet wurden, heute als Familienhunde eingesetzt werden. Jagdhunde sind ideale Begleiter für Menschen, die gerne und viel draußen unterwegs sind.

So viele Variationen!

Hunde gibt es mit spärlicher Behaarung, wie den Xoloitzcuintle (mexikanischer Nackthund) bis zu wahren Fellmonstern, wie den Bobtail oder den Komondor. Das Fell kann kurz sein, wie bei einem Kurzhaardackel, oder lang und herabhängend wie bei den Afghanen. Es gibt Rassen, deren Fell ständig weiterwächst, wie den ungarischen Puli und Hunde, deren Behaarung schubweise wächst, wie beim Riesenschnauzer. Ebenso gibt es sie in den unterschiedlichsten Größen, vom Chihuahua, der zwischen 500 Gramm und drei Kilogramm wiegen sollte, bis zum Bernhardiner, der eine Maximalgröße von neunzig Zentimetern bei Rüden aufweisen darf.